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«DURA LEX SED LEX» - DAS «BIERSTRAFRECHT» EINST UND JETZT | Teil2 (Fortsetzung)
Von Dr. iur. utr. Peter Hauser v/o Star

Alle diese Worte bedeuteten, anders als jetzt, nicht die Forderung selbst, sondern waren "Biertusche", also Beleidigungsworte (von franz. toucher = berühren, hier jemandem mit Worten zu nahe treten, ihn beleidigen), die eine Forderung provozierten bzw. nach dem Prinzip der unbedingten Satisfaktion zwingend auslösten. [53] Deshalb bestimmt § 3 des Heidelberger Biercomments von 1815: "Der Tuschierte ist verbunden (= verpflichtet), binnen 5 Minuten fordern zu lassen". Für die Überbringung der Forderung musste ein Sekundant bestimmt werden, und auch der Geforderte hatte einen Sekundanten zu wählen, so wie das beim Duell auf blanke Waffen oder auf Pistole gilt.

Die mit den Bierforderungen zusammenhängenden Quanten waren nicht überall gleich. Gemäss Heidelberger Comment von 1815 war der "Gelehrte" ein halber, der "Doktor" ein ganzer Schoppen usw. Ein Schoppen entsprach in der Regel einem Viertelliter. 1835 waren in Halle an der Saale ein "Papst" gleich zwei, "Christenheit" und "Amtmann" vier und der "Gottesacker" acht Gläser. [54] In Bonn hatte man 1841 beim "Ozean" oder "Weltmeer" acht und beim "Gottesacker" 16 Stangen zu trinken, wobei eine Stange eine halbe Quart Bier enthielt [55]

Bleiben wir noch etwas im alten Heidelberg und hören, was nach gefallener Forderung am Biertisch anno 1815 geschah. Der fordernde Sekundant machte die "Waffen" gleich, und der andere Sekundant gab für die Austragung der Bierskandals folgendes Kommando: "Ergreift!" - "Stosst an!" - "Setzt an!" - "Los!". Trank einer zu früh, so wurde "Halt!" gerufen und es mussten die Waffen aufs neue gleichgemacht werden. Wer als Erster ausgetrunken hatte, war Sieger. Für das Trinken bestimmte § 6: "Auch gilt die Regel, dass nicht Blut (= Bier) vergossen und während dem Trinken nicht abgesetzt werden darf. Wer also Blut vergiesst oder absetzt während dem Trinken, ist angeschissen. Wirft einer beim Bier-Scandal das Glas um, so ist er eo ipso angeschissen, ausser wenn er noch aufstellen kann, ehe sein Gegner fertig ist. Das Nämliche gilt, wenn er einen Philister im Glase lässt. Philister ist, wenn Bier den Boden des Glases bedeckt." Das Wort "Anschiss" stammt aus der studentischen Duellsprache und bedeutete eine blutende, einen Zoll lange und durch drei Häute gehende Mensurwunde. Das Duell mit Schläger oder Stossrapier war zu jener Zeit beim ersten Anschiss beendet. Es galt die alte, auch im Lied "S'gibt kein schöner Leben..." [56] verewigte Regel "Hat ein Schmiss gesessen, ist der Tusch vergessen."

Auch im ältesten bekannten Biercomment der Vitodurania von 1875 ist der Bierstreit schon geregelt, indem es im § 42 heisst: "Zwistigkeiten unten den Kneipanten werden durch einfachen oder doppelten Bierjungen ausgemacht.". Jeder Paukant musste sich einen Sekundanten wählen und der Sekundant des Geforderten einen Unparteiischen. Dieser liess von den Sekundanten die Waffengleichmachen (resp. machte sie selber gleich) und kommandierte hierauf: "Sekundanten, ergreift die Waffen! Vergleicht die Waffen! Übergebt die Waffen! Paukanten Stosst an! Setzt an! Los!" - Der, welcher zuerst ausgetrunken hatte, rief "Bierjunge!". Sodann erklärte der Unparteiische je nach Erfolg "Schiss auf dieser (oder jener) Seite!". Hatte ein Paukant vor "Los!" getrunken, so befahl der Unparteiische "Setzt ab! Vertauscht die Waffen! Setzt an! Los!" Der Unparteiische erklärte den für "ange-schissen", der zuletzt ausgetrunken oder während des Trinkens geblutet hatte, einen Rest im Glas zurückgelassen oder das Glas beim Niedersetzen zerschlagen hatte.

Die Ähnlichkeit des Ablaufs mit demjenigen nach Heidelberger Comment ist auffallend. Der Grund ist klar: Der Ablauf des Bierstreites im ersten Vito-Comment wurde dem Biercomment der Basler Paedagogia von 1870 entnommen, und dieser lehnte sich stark an den Basler Zofinger-Comment an, dessen Urfassung von 1845 der Heidelberger Biercomment zu Gevatter gestanden war. Bei der Commentrevision von 1884 wurden dann in der Vitodurania die Sekundanten abgeschafft und es spielte sich das heute noch geltende, relativ einfache Prozedere des Bierskandals ein (siehe §§ 49 ff. BC)..

Traditionsgemäss bestimmt der Geforderte Ort und Zeit der Austragung des Bierstreites, und gemäss § 51 BC steht ihm auch das Recht der Wahl des Unparteiischen (nicht Bierrichters! [57]) zu. Ein Fuchs kann nicht Unparteiischer sein, ausser es würden nur Füchse zusammen kneipen. Streng genommen hat zwischen Forderer und Gefordertem bis zur Austragung des Bierskandals kein Wort mehr zu fallen. In der Praxis pflegt jedoch der Geforderte den Forderer zu fragen, ob der gewählte Unparteiische genehm sei, was aber nicht obligatorisch ist. Dass der Unparteiische der gleichen Bierfamilie angehört wie einer oder gar beide der Paukanten, schliesst ihn mangels anderslautender Bestimmung im BC von der Übernahme des Amtes nicht aus. Dennoch sollte im Sinne einer Ordnungsvorschrift wenn möglich darauf geachtet werden, dass zwischen dem Unparteiischen und den Pau-kanten keine "biermässige" oder bürgerliche familiäre Beziehungen bestehen.


Der Gang des Bierskandals ist im § 52 BC recht genau beschrieben. Sind die Paukanten bereit und hat der Unparteiische auf Kosten der Paukanten die "Waffen" beschafft und so gut wie gleich gemacht ("arma quasi aequalia sunt"), verlangt er für die Austragung des Bierstreites beim Präsidenten allgemeines "Silentium für einen Bierskandal" und nicht nur ein "tempus". Bei Kommersen und anderen grossen II. Akten ist auch die Austragung "inter tres" zulässig und, um allzu viele, das Gespräch störende allgemeine "Silentia" zu vermeiden, oft auch zweckmässig. Für diesen Fall ist beim Präsidenten oder Kontra-präsidenten "Silentium für einen Bierstreit inter tres!" zu verlangen. Sofern es in den geplanten Ablauf des II. Aktes passt, sollte das" Silentium inter tres" ungesäumt gewährt werden. Manchmal empfiehlt es sich, einen Bierstreit "inter tres" nicht an der Kneiptafel, sondern in einer Ecke des Lokals oder sonst etwas abseits steigen zu lassen. Anderseits sollen "fürchterbarliche" Bierskandale zwischen Paukanten, die für ihre Trinkschnelligkeit bekannt oder die prominente Vitoduraner sind ("Promi-Bierjungen") unter allgemeinem "Silentium" als eine Art Schaukampf nach dem Motto "cerevisiam et circenses" durchge-führt werden.

Der Unparteiische hat während des Bierskandals "alle Rechte des Präsidenten" und sein Entscheid ist unanfechtbar. Jedoch kann der Präsident einem unfähigen Unparteiischen als ultima ratio das Silentium entziehen und ihn m.E. ("in majore minus") auch bestrafen, falls dieser nicht in der Lage ist, den Bierstreit korrekt zu leiten und Ruhe und Ordnung an der Biertafel sicherzustellen (§ 53 BC). Nach der Absetzung hat der Geforderte sofort einen anderen Unparteiischen zu bestimmen.

Die Paukanten haben ohne Aufforderung durch den Unparteiischen nichts zu sagen (§ 53 BC). Sprengen oder Hochlebenlassen des Unparteiischen durch Zu- oder Vortrunk und andere "Spielchen" mit ihm sind verpönt und können wegen Brechens des Silentiums zum I. BV führen (vgl. § 41 Ziffer 1 BC). Verboten ist deshalb auch die Herausforderung zu einem Bierstreit, obwohl der Unparteiische davor nicht wie das Präsidium und Kontrapräsidium von Amtes wegen geschützt ist (siehe vorne zu Ziffer 4 des § 41 BC) und er die Forderung annehmen muss. Aber auch hier gilt es, situativ über Gegenmassnahmen zu entscheiden. Der Unparteiische darf originelle Äusserungen von Paukanten, welche diese aus eigenem Antrieb machen oder witzige Wortgefechte zwischen ihm und einem oder den Paukanten sehr wohl dulden, denn sie dienen der Ergötzung der Corona.

Der Unparteiische soll sich, wie es im § 52 Abs. 1 BC heisst, "gewöhnlich" an den dort beschriebenen Gang des Bierstreites halten. Originelle Abwandlungen sind jedoch erlaubt und sogar erwünscht. Meistens lässt der Unparteiische die Paukanten vor dem eigentlichen Bierduell mit dem zwingend vorgeschriebenen Nebenstoff "dreimal liebevoll miteinander anstossen" und einen kleinen Schluck nehmen. Dabei dürfen sie das Glas entgegen § 26 Abs. 1 BC nicht austrinken, denn ohne ständig Nebenstoff zu haben kann man keinen Bierstreit austragen. Die im Biercomment nicht erwähnte, traditionelle und nur beim Bier-skandal geltende Regel des Anstossens mit dem Nebenstoff, ohne exkneipen zu müssen bzw. zu dürfen, ist lex specialis und geht daher § 26 Abs. 1 BC vor. Trinken die Paukanten den Nebenstoff trotzdem aus, so müssen sie einen neuen beschaffen. Bei grossen Bier-skandalen vom Bischof an aufwärts empfiehlt es sich, die Austragung ins Freie zu verlegen oder dann geeignete Gefässe bereitzustellen, in die sich die Paukanten notfalls übergeben könnten. Zumindest sollte der Austragungsort nahe bei der Türe des Raumes gewählt werden, damit die Paukanten das WC schneller erreichen könnten. Sauereien zufolge exzessiven Biergenusses sind bei den Wirten nicht gerade beliebt.

Sieger des Bierstreites ist, wer das entsprechende Quantum zuerst ausgetrunken und die Formalitäten gemäss Kommando des Unparteiischen peinlich genau beachtet hat. Beim Entscheid ist zu berücksichtigen, ob die Paukanten "geblutet" haben, die Gläser beim Niedersetzen zerbrechen, ein Resten darin zurückgeblieben ist (Kontrolle durch die "Nagelprobe") und ob das oft bewusst komplizierte Losungswort[58] korrekt, d.h. vollständig und verständlich, ausgesprochen wurde. Endet der Bierskandal unentschieden, so wird er traditionsgemäss wiederholt. Ort und Zeit bestimmt erneut der Geforderte.

Bis zur Commentrevision von 1981 gab es in der Vitodurania offiziell keine höheren Forde-rungen als den doppelten Bierjungen bzw. Doktor. In den früheren Comments stand nämlich geschrieben, höhere Forderungen als der einfache und doppelte Bierjunge seien nicht statthaft. Diese Comments erinnern etwas an die so genannten "Sonntags-Statuten" früherer Zeiten von schlagenden Hochschulverbindungen, die dem Rektorat vorgelegt werden mussten und in denen vom Fechten nichts stand. Denn seit jeher wurden in der Vitodurania höhere Bierstreite wie Bischof, Papst, Kleiner und Grosser Ozean ausgetragen. Auch die Ausmarchung zwischen den zu Rechnungsrevisoren gewählten Burschen, wer I. und wer II. Revisor würde, ist traditionsgemäss mit einem Bischof entschieden worden (§ 19 Statuten). Seit langer Zeit gelten im Ostschweizer Kartell folgende Forderungen: Bierjunge (1 Ganzer), Doktor (2 Ganze), Bischof (3 Ganze), Papst (4 Ganze), Kleiner Ozean (6 Ganze) und Grosser Ozean (12 Ganze). Die Scaphusia kennt auch den Professor (5 Ganze) und die Thurgovia den Kaiser (5 Ganze). Beim Gottesacker sind nach bewährter Überlieferung 144 Ganze zu trinken. [59]

Die Annahme eines Bierstreites ist Ehrensache. Man reagiert auf die Forderung laut und vernehmlich mit "Sitzt!". Wird ein Bierstreit nicht angenommen, so kann der Geforderte vom Forderer (und nur von diesem) in den I. BV rekommandiert werden (§ 50 Abs. 2 BC). Burschen, AH und Gäste mit Burschenstatus sind nicht verpflichtet, von einem Fuchsen einen Bierstreit anzunehmen (§ 50 Abs.4 BC). Jedoch macht - schikanöse Forderungen vorbehalten - keinen honorigen Eindruck, wer sich auf diese Regel beruft. Ein ange-nommener Bierstreit muss, andere Absprachen zwischen den Paukanten vorbehalten, innert 8 Tagen ausgetragen werden und er darf nicht rückgängig gemacht werden. Zögert der Geforderte den Bierskandal um mehr als 8 Tage hinaus, so kann der Forderer ihn in den I. BV rekommandieren (§ 50 Abs. 3 BC). Damit ein aufgeschobener Bierstreit nicht "ver-gessen" geht, empfiehlt es sich, ihn an der Biertafel zu notieren. [60]

Bevor ein Bierstreit ausgetragen ist, darf der Forderer dem Geforderten keinen zweiten aufbrummen (§ 54 BC). So verhält es sich auch beim "richtigen" Duell. Erlaubt ist aber das mit der Revision 1981 in den Comment aufgenommene, aber schon vorher gewohnheits-rechtlich bekannte "Überstürzen". Es besteht darin, dass der zu einem Bierstreit Herausgeforderte sofort mit einer beliebig höheren Forderung, z.B. auf einen Bierjungen direkt mit einem Bischof, reagieren darf und damit zum Forderer wird. Das aus dem Duellwesen stammende "Überstürzen" ist nur einmal gestattet. Für die Folgen der Nicht-annahme der überstürzten Forderung gilt § 50 BC.

In der Vitodurania sind einige grosse Bierskandale aktenkundig geworden. So ist im Stammbuch der Kleine Ozean zwischen AH Erich Gayler v/o Schwan (Gen. 1935) und Heinz F. Ehrensperger v/o Rugel (Gen. 1936) vom 14.3.1936 verurkundet. Schwan gewann in 50 Sekunden, während sein Leibfuchs Rugel 1 Minute und 25 Sekunden Zeit benötigte, um die sechs Ganzen zu kippen. Grund des Skandals war "Blutschande", weil Rugel einen früheren Besen Schwans zu einem Tanzfestchen einlud und Schwan diesen Besen noch immer als "Biermutter" Rugels betrachtete. Von Rugel weiss ich, dass der Bierstreit in der Küche der "Sonne" ausgetragen und jedem Paukanten eine Schürze umgebunden und vorsorglich eine leere Teigschüssel vorgesetzt worden war.

Im Stammbuch ist ferner unter dem 18./19.7.1942 ein Kleiner Ozean zwischen Rolf Gamper v/o Pascha und Bruno Ghilardi v/o Tifig, beide Gen. 1943, festgehalten, den Pascha nach 45 Sekunden für sich entschied. Im Weiteren sei der Grosse Ozean beim Singbummel am 6.5.1982 zwischen Florian Erni v/o Tau (Gen. 1982) als Forderer und Markus Graf v/o Schwung (Gen. 1982) als Gefordertem erwähnt. Grund der Forderung waren "aufgestaute Bieraggressionen". Das Resultat war klar: Schwung gewann in 13 Minuten mit einem Vorsprung von 5,5 Bechern!
Ein ganz besonderer Bierstreit, ein "Tripel- oder Anschluss-Bierjunge", spielte sich am 13.4.1972 beim Stamm in der "Sonne" ab. AH Dr. med. Dieter Ammann v/o Smash (Gen. 1962) hatte AH Peter Baltensberger v/o Mörser (Gen. 1964) wegen unflätiger Redensarten auf einen Bierjungen herausgefordert. Dem laut vernehmlichen "Sitzt!" Mörsers schloss sich im gleichen Augenblick, warum weiss der Geier, der Schreiber dieses Aufsatzes spontan an. Es standen mithin dem Forderer zwei Geforderte gegenüber. AH Dr. iur. Alexander Kägi v/o Fauk (Gen. 1949), ein ebenso brillanter "richtiger" Jurist wie Bierjurist, prägte für den Autor nach tiefschürfenden prozessrechtlichen Erörterungen den Begriff des "Anschlussge-forderten". Natürlich konnte dieser ausserordentliche Bierstreit nicht nach den gewöhn-lichen Regeln ausgetragen werden. Auf Anregung Fauks wählten die beiden Geforderten einen Unparteiischen, der zwei weitere Unparteiische bestimmte. Die drei Unparteiischen, nämlich Fauk, AH Martin Künzli v/o Arcus (Gen. 1964) und H.J. Neuweiler v/o Globi (Gen. 1969), fungierten als Jury. Die drei Paukanten hatten wie gewohnt je einen Ganzen zu trinken. Strahlender Sieger war der nicht nur für seine Tenniskünste, sondern auch für seine Schluckfähigkeit berühmte Smash vor Mörser und dem Autor, der schon damals besser reden und schreiben als schnell trinken konnte. Entstehung, Ablauf und Ausgang dieses einzigartigen Bierskandals sind im Stammbuch fein säuberlich protokolliert worden.

Wie Biergemeinden sind Bierskandale, wenn sie von einem guten Unparteiischen geleitet werden, geeignet, zur fröhlichen Stimmung an der Biertafel beizutragen. Souveräne Unparteiische finden auch immer wieder originelle Gründe, um einen Bierstreit als unentschieden zu erklären und ihn deshalb wiederholen zu lassen. So etwa beim Abschiedsstamm für die sehr beliebte Stammwirtin Marie Alder in der "Sonne" am 12.1.1974 AH Dr. Thomas Sträuli v/o Kalif (Gen. 1958). Einer der Paukanten hatte ihm unmittelbar vor dem Kommando "Sauft!" " einen "Ganzen vor!" annonciert. Kalif entschied weise und listig zugleich, der Bierstreit müsse wiederholt werden, denn der betreffende Paukant habe keinen Bierjungen ausgetragen, sondern dem Unparteiischen einen Ganzen vorgetrunken!

Wie der Bierstreit gehören auch das im Biercomment im § 34 unter dem Titel "Strafen" beschriebene Straftopf-Abfassen und das "Tempeln" zur Selbstjustiz. Abfassen eines Straftopfs ist nur statthaft, wenn jemand mit vollem Trinkgefäss, egal ob Normalglas oder Deckelglas, den Tisch verlässt oder seinen "Topf", d.h. das gewöhnliche Glas oder Deckel-glas ("Töpfli")[61] während fünf Bierminuten unangetrunken stehen lässt, ohne es mit der Hand zu halten. Das "Tempeln" ist nur mit einem angetrunkenem Deckelglas, das einer offen stehen lässt, ohne es mit der Hand zu halten, zulässig. Zu Diskussionen Anlass gibt manchmal die Frage, wann ein Trinkgefäss "angetrunken" sei. Das Glas und das Deckel-glas gelten nach bewährter Lehre als angetrunken, wenn man die Blume getrunken hat, und das ist dann der Fall, wenn man den Daumen über den Rand des Gefässes beugen kann, ohne dass die Spitze des Daumens nass wird. [62]

Das Bierstrafrecht ist ein hartes Recht, aber es beruht auf einem alten, vor etwa 200 Jahren entstandenen Gesetz, dem durch nichts zu ersetzenden Biercomment. Deshalb auch die Parömie "Dura lex, sed lex" (Das Gesetz ist hart, aber es ist Gesetz) im Titel dieses Aufsatzes. Die Strenge des Bierstrafrechts zeigt sich vor allem an der noch immer gültigen Regel "Erst saufen, dann reklamieren", wobei ein Fuchs überhaupt nicht zu reklamieren hat (§§ 32 und 33 BC). Im Weiteren besagt § 47 Abs. 1 BC, dass sich ein Bestrafter erst nach erfolgter Tilgung der Bierstrafe beschweren kann.

Damit sind wir bei der Frage des Rechtsschutzes im Bierstrafrecht angelangt. Wie kann man sich an der Kneiptafel gegen unrichtige oder ungerechte Entscheidungen zur Wehr setzen?

Die älteste Institution für den Rechtsschutz am Biertisch ist das Biergericht. Ansätze dafür stellen wir bereits in der eingangs erwähnten, 1747 gedruckten Anleitung zum Hospitium fest. Beim Hospiz wurde wie beim Rundgesang auch auf die Damen, die "Charmanten" getrunken. Reklamierten zwei Teilnehmer der Tafelrunde dieselbe "Charmante" für sich, so gab das Anlass für einen "Bierprozess". Das Biergericht (auch Bierconvent genannt) wird erstmals 1831 näher beschrieben[63], ist aber wahrscheinlich älter. Wir finden es auch schon im Biercomment der Basler Zofingia von Ende 1845, dem ältesten bekannten Biercomment in der Schweiz. Vollmanns "Burschicoses Wörterbuch" aus dem Jahre 1846 spricht vom "forum cerevisiacum". Die Heidelberger Corps setzten bis 1842 ein SC-Biergericht ein, das alle Corps mit Richtern beschickten. [64] Über dem erstinstanzlichen Biergericht stand früher der Allgemeine Bierkonvent, auch Femegericht genannt, wie er beispielsweise 1835 für Tübingen nachgewiesen ist. [65] Der Allgemeine Bierkonvent befand über Appellationen (Berufungen) gegen Urteile der Biergerichte. In Leipzig hatte 1831 die Abweisung der Berufung für den Unterlegenen den verschärften Bierverschiss (doppelten BV) zur Folge. [66]

Wie hat sich der Rechtsschutz am Biertisch in der Vitodurania entwickelt? Im ältesten bekannten Biercomment von 1875 heisst es im § 16: "Der Präses leitet die ganze Kneipe mit unbedingter Vollmacht, die ihm jedoch auf allg. Verlangen entzogen werden kann." Im Klartext bedeutete das die Absetzung des Präsidenten. Vorbild für diese Regelung könnte § 51 des Biercomments der Basler Paedagogia aus dem Jahre 1870 gewesen sein, gemäss welchem die aus allen Mitgliedern und Conkneipanten bestehende "Biergemeinde"[67] über dem Präses stand und das Recht hatte, mit absolutem Mehr seine Massregeln umzustossen, wobei aber der Präses den Stichentscheid hatte.

Bei der Commentrevision von 1884 wurde die zitierte Bestimmung gestrichen und "zur Schlichtung von Uneinigkeiten resp. zur Bestrafung von allzu weitgehenden Ruppigkeiten" das Biergericht eingeführt. Beim Biergericht wurde mit allen erforderlichen Teilnehmern, d.h. mit drei Bierrichtern, einem Ankläger, dem oder den Angeklagten, Verteidiger und Zeugen ein dem bürgerlichen Strafprozess nachgebildetes Verfahren durchgeführt. Das Biergericht wurde immer zu Anfang einer Kneipe abgehalten, und die Bierrichter mussten in der vorhergehenden Sitzung durch geheime Abstimmung gewählt werden. Die Strafe, die das Biergericht verhängen konnte, bestand im Berappen eines bestimmten Quantum Bieres, wobei sich die Strafkompetenz auf fünf bis zwanzig Liter erstreckte. Bei drei und mehr Verurteilten durfte die Strafe entsprechend erhöht werden. Das Urteil des Biergerichts konnte mittels Berufung "an den Verein" angefochten werden.

Im Biercomment von 1884 (§§ 66,67) wird der Gang des Biergerichtsverfahrens in der Vitodurania folgendermassen beschrieben:

1. BR: "Silentium im Namen des Biergerichts!"
1. BR: Wer ist der Kläger? (Kläger antwortet)
1. BR: Wer ist der Angeklagte? (Kläger antwortet)
1. BR: Der Kläger bringe seine Anklage vor (Anklage des Klägers)
1. BR: Hat der Kläger Zeugen und welche? (Bejahendenfalls Zeugeneinvernahmen)
1. BR: Was hat der Angeklagte dagegen vorzubringen? (Antwort des Angeklagten)
1. BR: Hat der Angeklagte Zeugen? (Bejahendenfalls Zeugeneinvernahmen)
1. BR: Verlangt der Kläger Replik? (Bejahendenfalls folgt Replik des Klägers)
1. BR: Verlangt der Angeklagte Replik? (Bejahendenfalls folgt Replik des Angeklagten)
1. BR: Verlangt der Kläger Duplik? Bejahendenfalls fragt der 1. BR:
3. Bierrichter, ist Duplik gestattet? (Antwort mit ja oder nein). Je nach der Mehrheit
der Bierrichter gestattet oder untersagt der 1. BR die Duplik. Wird die Duplik gestattet:
1. BR: Duplik des Klägers (Dieser bringt sie vor)
1. BR: Verlangt der Angeklagte Duplik? (Wird gestattet, wenn er sie verlangt und sie dem
Kläger gestattet worden ist)
1. BR: 3. Bierrichter, sind die Akten geschlossen?
3. BR: Acta sunt clausa (oder non sunt).
1. BR: 2. BR, sind die Akten geschlossen?
2. BR: Sunt (oder non sunt)."

Werden die Akten von der Mehrheit der Bierrichter als nicht geschlossen erklärt, so führt der 1. BR die Verhandlungen weiter. Werden sie als geschlossen erklärt, so fällen die Bierrichter geheim das Urteil. Nachdem sich die Bierrichter geeinigt haben, eröffnet der 3. BR das Urteil, worauf der 1. BR die Verhandlungen mit den Worten: "Silentium! Ex est commercium!" schliesst.

Soviel zum Ablauf einer vitoduranischen Biergerichtsverhandlung anno 1884. Für angehende oder fertige Juristen, nicht nur "Bierjuristen", muss das eine wahre Freude gewesen sein. Bei der Revision von 1910 wurde der Inhalt des Biercomments von 126 §§ auf 75 §§ reduziert und dabei auch das Biergericht gestrichen. Über Fehlentscheide des Präsidenten entschied fortan der Burschenconvent. Diese zu schwerfällige, zu ernsthafte und deshalb eher selten angewandte Regelung musste dann bei der Commentrevision von 1936 der Biergemeinde weichen, die, wenn sie richtig durchgeführt wird, wie schon das Biergericht unterhaltsam sein kann. Im Ostschweizer Kartell kennt nur noch die Rhetorika das Bierge-richt, während die Scaphusia und Thurgovia ebenfalls zur Biergemeinde übergegangen sind.

Mit der Biergemeinde setzt sich die Corona gegen ungerechte Entscheide des omni-potenten Präsidenten bzw. Kontrapräsidenten und gegen präsidiale Beleidigungen zur Wehr. Letzteres ist deshalb wichtig, weil niemand den Präsidenten und den oder die Kontra-präsidenten, solange sie ihr Bieramt ausüben, zu einem Bierstreit herausfordern darf (§ 41 Abs. 1 Ziffer 4 BC).

Der Gang einer Biergemeinde ist im § 48 BC genau und verständlich beschrieben[68]. Dass der Präsident bzw. Kontrapräsident das bei ihm verlangte Silentium (nicht tempus!) für eine Biergemeinde unverzüglich gewähren muss, leuchtet ein. Gegenüber früher ist klargestellt worden, dass der Kläger und der Präsident als Beklagter nicht mitstimmen und dass das absolute Mehr der Stimmen den Ausschlag gibt. Darüber, wer die Stimmen zählt, schweigt sich der BC aus. Es empfiehlt sich, dass der Forderer einen Stimmenzähler[69] ernennt, der zuerst die abgegebenen Pro- und Kontrastimmen zählt und bekannt gibt, sodann das absolute Mehr[70] berechnet und kundtut, worauf der Forderer den Ausgang der Biergemeinde verkündet. Stimmberechtigt sind nur Burschen und AH. Sie zeigen ihre Meinung entweder mit nach aufwärts zeigendem Daumen am Glas (für den Präsidenten) oder - analog dem im alten Rom bei Gladiatorenkämpfen gebräuchlichen Todeszeichen - dem über den Glasrand nach unten gekrümmten Daumen (gegen den Präsidenten) an. Stimmenthaltung ist als unstudentische Leisetreterei verpönt. Die Höchststrafe beträgt einen Ganzen. Da sich die Biergemeinde gegen den Präsidenten richtet, besitzt er anders als beim Bierskandal gegenüber dem Unparteiischen nicht das Recht, einen unfähigen Herausforderer und Leiter der Biergemeinde abzusetzen. Das ist auch nicht nötig, denn eine schlecht geleitete Biergemeinde endet meistens rasch mit der Niederlage des Petenten. Bleibt dieser bei der Abstimmung in der Minderheit, so können er und sein Gefolge mit bis zu je einem Ganzen bestraft werden.

Selbstverständlich ist auch die Biergemeinde, wie überhaupt der Biercomment, keine tierisch ernste Sache. Rhetorisch geschickte Beschwerdeführer verstehen es, die Biergemeinde als fröhliches Spektakel mit Unterhaltungswert zu gestalten. Anderseits kann man die Bier-gemeinde auch missbrauchen. Es schadet der vitoduranischen Freundschaft, wenn erfahrene "Bierrechtler" meinen, einen noch unerfahrenen Präsidenten ständig mit an den Haaren herbei gezogenen Begründungen der Biergemeinde ausliefern und blossstellen zu müssen. Der Präsident sollte nicht zögern, mit den geeigneten Massnahmen den Mut solcher "Bier- und Maulhelden" zu kühlen. Anderseits gehört es zum Präsidialamt, Nieder-lagen bei berechtigten oder auch bloss gut oder originell begründeten Biergemeinden ge-lassen hinzunehmen und Lehren daraus zu ziehen.

Zu guter Letzt sei die Möglichkeit der Strafaufhebung erwähnt, die es seit der Revision 1960 dem Präsidenten erlaubt, verhängte Bierstrafen "unter Umständen" aufzuheben (§ 6 Abs. 1, § 47 Abs. 1 BC) [71]. Dieses Recht wurde eingeführt, um die Stellung des Präsidenten zu stärken. Die Aufhebung von Strafen muss jedoch die Ausnahme bleiben. Macht der Strafende von diesem Recht öfters Gebrauch, setzt er sich dem Verdacht der unsorgfältigen Ausübung der Strafkompetenz aus, was seiner Autorität und Glaubwürdigkeit schadet. Eine Strafaufhebung kommt etwa bei Strafen in Frage, die im Abwesenheitsverfahren ausgefällt wurden. Beispiel: Ein Bursche kommt zu einem offiziellen Akt zwanzig Minuten zu spät und wird in den II. BV geworfen. Nach seinem Eintreffen erklärt er auf Befragen dem Präsidenten den Grund für die Verspätung, die sich als unvermeidbar erweist. In einem solchen Fall soll die Strafe aufgehoben werden. Eine andere Lösung für solche Fälle ist das Zuwarten mit der Verhängung der Strafe bis zur Klärung des Strafgrundes. Ob auch der FM das Aufhe-bungsrecht hat, lässt der Comment offen. Weil aber der FM gegenüber Füchsen direkte Strafkompetenz besitzt, sollte er auch befugt sein, von ihm direkt ausgesprochene Strafen aufzuheben. Der Präsident kann alle Strafen, auch die vom FM verhängten, kassieren.

Zum Schluss sei betont, dass die Handhabung der Strafkompetenz durch den Präsidenten oder gegenüber den Füchsen durch den FM Fingerspitzengefühl erfordert. Gehorsam und Disziplin stehen auch in den farbentragenden Verbindungen nicht mehr hoch im Kurs. Trotzdem oder gerade deshalb muss der Präsident durch geschickte Handhabung des Biercomments allen Störungen begegnen, welche der Fröhlichkeit und Ordnung am Biertisch zuwiderlaufen. Dafür brauchen Präsident und FM solide Kenntnisse des Comments. Um den Reiz und den Wert des Biercomments zum Tragen zu bringen, müssen ihn alle Vitoduraner, vor allem die Aktiven, beherrschen. Bei aller gebotenen Strenge und Konsequenz sollen Präsident und FM bei der Amtsführung den Humor nicht vergessen. Sture Commentreiterei ist abzulehnen. Nicht jeder Zwischenruf im Silentium, nicht jedes Zeichen von In-subordination muss sofort oder überhaupt geahndet werden. Es gehört zum Wesens-merkmal von II. Akten, Mitzecher und auch den Präsidenten und FM in heiterer oder scharfzüngiger, aber nie beleidigender Weise "aufzuziehen". Die geschliffene Pointe und der geistreich-spritzige Schlagabtausch mit Worten sind wichtige Teile studentischer Ge-selligkeit. Der Comment soll sie fördern und nicht unterdrücken.

Zu beachten ist auch die bewährte Regel, wonach gegenüber älteren AH (und auch Honoratioren wie Rektoren, anderen Vertretern des Lehrkörpers, Stadträten etc.) nach Billigkeit zu verfahren sei bzw. "alle mögliche Rücksicht"[72] genommen werden soll. Das gilt jedenfalls solange, wie sich ältere AH und Gäste im Sinne von § 1 BC einigermassen commentkonform benehmen. Gegen widerborstige oder gar pöbelnde AH und Gäste hat der Präsident korrekt im Ton, aber hart in der Sache mit den Instrumenten des "Bierstrafrechts" einzuschreiten. Denn die Stämme, Kneipen, Kommerse und anderen II. Akte dürfen bei aller Fröhlichkeit und gelegentlicher Ausgelassenheit nicht zu undisziplinierten, ordinären und wüsten Völlereien verkommen. Daran wollen wir auch jetzt, 125 Jahre nach der ersten Drucklegung unseres Biercomments, festhalten.

Anmerkungen:

[53] Unbedingte Satisfaktion bedeutet die Pflicht, bei einer Beleidigung unbedingt Satisfaktion mit der Waffe (Schläger, Säbel oder Pistole) zu fordern oder zu geben.

[54] A.v.S. (d.i. August von Schlumb, recte August Jäger), Felix Schnabels Universitätsjahre oder der deutsche Student, Stuttgart 1835, Nachdruck 1972, Seite 51

[55] Burschikoses Wörterbuch oder Studentensprache, Bonn 1841, Seiten 20 und 40

[56] Liederbuch der Vitodurania, Ausgabe 1979, Nr. 66

[57] Der Bierstreit ist kein Gerichtsverfahren, sondern ein Duell. Der Leiter eines Duells oder einer studentischen Bestimmungsmensur heisst Unparteiischer und nicht Bierrichter (so leider §§ 66 des Komments der AKV Neu-Romania Freiburg i. Ue., Ausgabe 1988).

[58] Ein schönes Beispiel ist «Stichpimpulibockforzelorum», aus: Kluge Friedrich/Rust Werner, Deutsche Studentensprache, Band 1, Historia Academica Heft 23, 1984, Seite 116

[59] In den Ergänzungen zum Biercomment von 1989 der Zuger Gymnasialverbindung Kolina heisst der Gottesacker «Weltuntergang», und die 144 Ganzen sind innerhalb einer Woche zu trinken.

[60] So in der Scaphusia § 8 BC von 1997

[61] Die Wortwahl im § 34 BC 1981 ist verwirrend. Mit dem Wort «Topf» ist ein normales Glas ohne Deckel und nicht das «Töpfli» genannte Deckelglas gemeint; vgl. § 39 BC 1882 und § 75 BC 1892.

[62] So die Ergänzungen zum Biercomment der Gymnasialverbindung Kolina Zug vom 14.10.1989

[63] Golücke Friedhelm, a.a.O. (siehe Anm. 15,) Seite 62; von Ragotzky, a.a.O. (vide Anm. 20), Seite 12

[64] Kluge/Rust, a.a.O. (siehe Anm. 43), Seite 114

[65] Gemäss § 3 des Tübinger Biercomments von 1815 war der «Bierconvent» damals noch ein Bier-gericht erster Instanz; siehe Bauer Erich, 14 der ältesten SC-Comments vor 1820, in: Einst und Jetzt, Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung, Sonderheft 1967, Seite 103.

[66] Kluge/Rust, a.a.O. (siehe Anm. 43), Seite 117

[67] Das Wort «Biergemeinde» war bei den Paedagogen gleichbedeutend mit «Bierstaat».

[68] Er wurde bei der Revision 1981 weitgehend von der Scaphusia übernommen.

[69] So § 7 BC Scaphusiae 1997

[70] Absolutes Mehr = Anzahl Stimmende geteilt durch 2 plus 1 bzw. Aufrundung auf die nächsthöhere ganze Zahl. Beispiel bei 17 Stimmenden: 17 : 2 = 8,5, aufgerundet auf 9 = absolutes Mehr.

[71] Auch in der Thurgovia kann der Präsident Strafen aufheben (§ 18 lit. g BC 1966).

[72] § 7 BC Scaphusiae 1997